Ziemlich beste Freunde - Filmhit LIVE auf der BÜHNE

VON ÉRIC TOLEDANO UND OLIVIER NAKACHE 

Bühnenfassung nach dem gleichnamigen Film

Ein höchst amüsanter Zusammenprall der Kulturen bzw. Mentalitäten steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Hier triff der Behinderte auf den Flüchtling und der fast schon unanständig Reiche auf den armen Kleinkriminellen. Diese emotionsgeladene Komödie zeigt uns unsere eigenen Vorurteile und Grenzen auf und das mit mitreißendem charmantem Humor.

Der wohlhabende Unternehmer Philipp ist seit einem Unfall querschnittsgelähmt. Gerade als er einen neuen Pfleger sucht, stellt sich der junge vorbestrafte Kleinkriminelle Abdul vor, weil er beim Arbeitsamt belegen muss, dass er sich um Anstellung bemüht. Philipp spricht die direkte, bisweilen respektlose Art des jungen Mannes so an, dass er ihn engagiert. Abdul wirbelt den bislang wohl sortierten Alltag Philipps kräftig durcheinander und das ist genau das, was er braucht: kein Mitleid. Philipp sieht seinen Pfleger nicht als sozialen Problemfall, sondern als eine Quelle von Unbeherrschtheit und Freiheitsliebe. Das ist genau das, was Abdul braucht: keine Scheu.

Es zählen keine Konventionen mehr und zwei Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten sind sich für Momente unheimlich nah. Philipp spürt so etwas wie längst verlorene Lebensfreude, und Abdul fängt an zu verstehen, was es bedeutet, für jemanden Verantwortung zu übernehmen.


„Ziemlich beste Freunde“ ist ein modernes Märchen und beinhaltet eine Sehnsucht, die Menschen bewegt: Zwei Unberührbare, die sich gegenseitig berühren.

"Fesselnd bis zur letzten Minute" (Die Rheinpfalz) 


DIE WAHRE GESCHICHTE HINTER „ZIEMLICH BESTE FREUNDE“

Das Stück beruht auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte des ehemaligen Geschäftsführers des Champagnerherstellers Pommery, Philippe Pozzo di Borgo, der zum Tetraplegiker wurde, als er am 27. Juni 1993 beim Paragliding verunglückte und seitdem vom Hals abwärts querschnittgelähmt ist.

Damals wohnte er im Pariser Palais Hôtel de Longueuil im 7. Arrondissement und suchte einen Pfleger, der ihn rund um die Uhr versorgen sollte. Dabei fiel Pozzo di Borgo bei den vielen Bewerbern der 21-jährige Algerier Abdel Yasmin Sellou auf, der zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden war und die Stelle eigentlich gar nicht haben wollte.

Pozzo di Borgo stellte Sellou trotzdem ein, der die nächsten zehn Jahre lang sein Pfl eger war. Nachdem 1996 Pozzo di Borgos erste Ehefrau an Krebs gestorben war, fi el der zu diesem Zeitpunkt 45-Jährige in eine Depression und dachte an Selbstmord. Sellou half ihm aus dieser Depression und beide unternahmen zusammen viele Reisen.

Aus der Angestelltenbeziehung entstand eine tiefe Freundschaft. Eine der letzten gemeinsamen Reisen führte sie 2003 nach Marrakesch, wo Pozzo di Borgo seine zweite Ehefrau kennenlernte. Mit ihr und seinen zwei Töchtern lebt er in der Nähe der marokkanischen Hafenstadt Essaouira. Auch Sellou fand in Marokko seine Frau.

Die Verfilmung basiert auf der Autobiografie von Pozzo di Borgo, die er 2001 unter dem Titel „Der zweite Atem“ in Frankreich veröffentlichte. Danach folgten viele Anfragen wegen Filmrechten, die er ablehnte. Erst 2010 konnte er von den beiden Regisseuren Olivier Nakache und Éric Toledano überzeugt werden, sein Leben auf die Kinoleinwand bringen zu lassen. Der Film startete am 2. November 2011 in den französischen und belgischen Kinos. In Frankreich wurde er 2011 mit über 19,2 Millionen Kinobesuchern zur erfolgreichsten Komödie.

Bilder

Termine

Hier finden Sie alle kommenden Termine des Stücks „Ziemlich beste Freunde - Filmhit LIVE auf der BÜHNE“:

Mo, 13.04.2020
17:00 Uhr
Ostermontag Spezial
Boulevardtheater Deidesheim Stadthalle
Bahnhofstr. 11
67146 Deidesheim